Verdi tarifvertrag groß und außenhandel nrw

PSI-Generalsekretärin Rosa Pavanelli führte eine Diskussion über die Extreme-Rechte und wie man ihr in einem von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten Treffen und unter Beteiligung der internationalen Kongressgäste begegnen kann. Sie schloss sich der Verdi-Präsidentin und anderen zur Verteidigung der Gewerkschaftsrechte in Fresenius, der weltweit operierenden Nierendialyse und anderen medizinischen Operationen an. Das Unternehmen hat mehrere Probleme. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre gab es eine Phase der Umstrukturierung unter den deutschen Gewerkschaften, darunter eine Welle von Gewerkschaftszusammenschlüssen – wie die Fusion der Bergbau-, Chemie- und Lederarbeitergewerkschaften zur Bergbau-, Chemie- und Energiegewerkschaft (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, IG BCE) oder die ehemalige Textilarbeiter- und Holzarbeitergewerkschaft, die der Ig Metall (DE9710233F) beigetreten ist. Im Februar 1999 veröffentlichte der Koordinierungsausschuss der fünf Verdi-Gewerkschaften ein erstes “Programmtisches Positionspapier”, das die Grundlage für die Diskussion über ein neues Basisprogramm für Verdi werden sollte. Dem Blatt zufolge wird “die Zukunft der deutschen Gewerkschaft im Dienstleistungssektor entschieden”, da die anhaltenden strukturellen Veränderungen einen grundlegenden Wandel von einer Industrie zur Dienstleistungsgesellschaft markieren. Es ist das grundlegende Ziel von Verdi, diesen Transformationsprozess aktiv mitzugestalten, um einen zukunftsorientierten privaten und öffentlichen Dienstleistungssektor zu entwickeln, der nicht in erster Linie von den Interessen des Profits, sondern von den Interessen des allgemeinen gemeinwirtschaftlichen Nutzens getragen wird. Deshalb fordert das Papier eine neue gewerkschaftspolitische Reformpolitik, die unter anderem folgendes beinhaltet: Zweitens wird es einen anhaltenden Wettbewerb zwischen Verdi und anderen Gewerkschaften geben, insbesondere im Bereich der industrienahen Dienstleistungen, der auch teilweise von der IG Metall und der IG BCE organisiert wird. So haben beide Gewerkschaften bereits Tarifverträge im Telekommunikationsbereich unterzeichnet, der auch von den Verdi-Gewerkschaften als Verhandlungsgebiet bezeichnet wird. Ein ungelöstes Problem ist auch die Integration der DAG, die nicht nur im Dienstleistungssektor, sondern auch in verschiedenen Branchen tätig ist. Auf ihrem jüngsten Kongress forderte die DAG, dass beispielsweise ihre rund 30.000 Mitglieder in der Metallbearbeitung einen Platz bei Verdi finden müssen.

Vor diesem Hintergrund erklärte der Präsident der IG Medien, Detlef Hensche, dass die Gründung von Verdi nur eine zweitbeste Lösung sei und dass er eine Neuorganisation des gesamten DGB, der alle Verdi-Gewerkschaften mit Ausnahme der derzeit unabhängigen DAG angehören, vorziehe. Erstens könnte der bestehende Wettbewerb zwischen den fünf Dienstleistungsgewerkschaften innerhalb von Verdi anhalten, da einige der derzeitigen Gewerkschaftsstrukturen in den neuen Branchenbereichen wiederhergestellt werden könnten. Darüber hinaus haben viele der beteiligten Gewerkschafter angeblich noch einige Ressentiments, da sie der Ansicht sind, dass der gesamte Fusionsprozess von ÖTV dominiert wird, das die Mitgliedschaft von Verdi berücksichtigen wird. Die Vertreter der beteiligten Gewerkschaften betrachteten die Fusion als einen historischen Schritt und behaupteten, dass sie der “Rivalität zwischen den Gewerkschaften” im Dienstleistungssektor ein Ende bereiten würde. [8] Andere Beobachter kritisierten die Fusion, wobei insbesondere die IG Metall bedenken, dass die Größe von Verdi dazu führen könnte, dass der DGB “explodiert”. [9] Kritiker befürchteten auch, dass die neue Gewerkschaft ihren Weg in die ursprünglichen Verantwortungsbereiche der Industriegewerkschaften erzwingen könnte. [10] Die Vereinigung Cockpit nutzte die geplante Fusion sogar zum Anlass, ihre bestehende Zusammenarbeit mit der DAG zu beenden. [11] Am 18./21.

November 1999 hielten fünf deutsche Dienstleistungsgewerkschaften gleichzeitig einen außerordentlichen Kongress ab, um die rechtlichen Voraussetzungen für die Gründung einer neuen fusionierten Gewerkschaft des Einheitlichen Dienstleistungssektors (Verdi) festzulegen.