Virtuelle anteile Mustervertrag

Gelegentlich wird die virtuelle Umsatzbeteiligung auch außerhalb des Führungs- und Mitarbeiterkreises genutzt, z.B. bei kleineren Investoren oder auf Vertriebsebene – jeweils, um wichtige Partner weiter zu unterstützen. Dadurch kann jeder besonders wichtige Vertragspartner finanziell am Verkauf eines Start-up-Unternehmens über seine virtuellen Aktien beteiligt sein. Einige deutsche Rechtsbeteiligungsprogramme geben dem Unternehmen die Möglichkeit, im Falle eines Ausstiegsereignisses virtuelle Aktien zurückzukaufen. Ein Unternehmen kann dann die investierten virtuellen Aktien von einem Mitarbeiter kaufen, bevor der Ausstieg tatsächlich geschieht, indem es ein einseitiges Rückkaufrecht (d. h. ein Optionsrecht) nutzt. Ihre Aktienoptionsvereinbarung sollte auch das Ablaufdatum angeben. Im Allgemeinen laufen ISOs 10 Jahre ab dem Datum ab, an dem Ihnen die Zugabung erteilt wird. Ihr Zuschuss kann jedoch auch nach dem Verlassen des Unternehmens ablaufen – Sie haben möglicherweise nur ein kurzes Zeitfenster, um Ihre Optionen auszuüben (Aktien kaufen), nachdem Sie das Unternehmen verlassen haben. Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, wann Ihre Finanzhilfe abläuft – wenn Sie Ihre Optionen bis dahin nicht ausüben, verlieren Sie die Möglichkeit, sie zu erwerben. Regelmäßig wird eine Beteiligung der Arbeitnehmer an einer zukünftigen Wertsteigerung des Aktionärs angestrebt.

Die frühzeitige Gewährung der Beteiligung gibt den Mitarbeitern außerordentliche Gewinnchancen, wenn später ein Ausstieg durch einen Geschäftsverkauf (Trade Sale) oder ipo erfolgreich ist. Eine klassische Bonus- oder Gewinnbeteiligungsvereinbarung spielt jedoch praktisch keine Rolle in einem Start-up-Unternehmen, in dem über einen langen Zeitraum kein Gewinn erzielt wird. Eine Antwort, die wir vor kurzem in Ungarn gesehen haben, ist die Umsetzung von Virtual Share Plans (VSPs) oder sogenannten Phantom Share-Plänen. Tritt ein Ausstiegsereignis ein, erhält der Arbeitnehmer nach deutschem Recht einen Zahlungsanspruch nach dem Recht der Verpflichtungen gegen die Gesellschaft. Die Höhe der fälligen Prämienzahlung wird durch eine im Vertrag definierte Formel bestimmt und in der Regel an den Gesamtbetrag der im Zuge des Ausstiegs erhaltenen Gegenleistung gekoppelt. In der Praxis ist es üblich, dass die sogenannten Liquidationserlöse eines oder mehrerer Aktionäre und Finanzinvestoren zunächst vom Exit-Erlös abgezogen werden (z. B. Transaktionskosten). Der Arbeitnehmer beteiligt sich dann an dem Nettoerlös (auf einer zweiten Ebene des “Wasserfalls”) in Höhe seiner anteiligen virtuellen Beteiligung. Für Teilverkäufe von Unternehmen gibt es häufig Sonderregelungen. Wenn nur 80 % des Start-up-Unternehmens verkauft werden, um eine Gleichbehandlung im Vergleich zu einem echten Aktionär zu erreichen, ist es erforderlich, dass der Arbeitnehmer nur mit 80 % seiner gesamten virtuellen Beteiligung teilnimmt.

Er bleibt ein virtueller Anteilseigner des Unternehmens in Bezug auf die verbleibende anteilige Beteiligung von 20%. Die Gestaltung der virtuellen Beteiligung als Option hat den Vorteil, dass die Besteuerung erst am Tag der Mittelzuflüsse erfolgt und das Risiko eines Wertverlusts der Beteiligung für den Arbeitnehmer beseitigt wird. Weitere Vorteile des virtuellen Designs sind, dass auch bei der Ausübung keine Aktionärsrechte entstehen und daher die Entscheidungen von Management und Investoren nicht der Mitbestimmung, Information und Kontrollrechten von Arbeitnehmern mit echten Aktionärsrechten unterliegen. Darüber hinaus sind die Verwaltungskosten und sonstigen Kosten einer virtuellen Beteiligung sehr einfach, da es keine Aktionärsvereinbarungen und keine Notargebühren gibt. Insbesondere intransparente Umsatz- und Liquidationspräferenzen zugunsten von Investoren und ehemaligen Aktionären dürfen die Arbeitnehmer nicht zu stark finanziell benachteiligen.